Seit Mai 2019 begleitet die LZS GmbH ein Projekt zur „Entwicklung von hochdrapierbaren Thermoplastfaserbandstrukturen aus recycelten Carbonstapelfasern mit hohem Leistungsvermögen für komplex geformte Composites (rCF-TFS)“.

Die Wissenschaftler des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden wollen in diesem AiF-geförderten Forschungsprojekt Faserverbundhalbzeuge entwickeln, die – bestehend aus recycelten Carbonfasern in einer thermoplastischen Matrix –  ähnlich einem Organoblech verarbeitet werden können. Ziel ist die Bereitstellung von nachhaltigen Thermoplast-Halbzeugen, die eine gute 3D-Umformbarkeit, geringe Material- und Fertigungskosten sowie hohe mechanische Kennwerte aufweisen.

Dafür sollen im Projektzeitraum technologische Grundlagen für die reproduzierbare Fertigung von rCF-TFS geschaffen werden. Die Forscher wollen dazu die Gleitfähigkeit der Carbonstapelfasern nutzen, um die Drapierfähigkeit der Halbzeuge gegenüber konventionellen Organoblechen zu steigern, damit diese in großserienfähigen Faserverbundfertigungsverfahren, wie etwa dem Heißpressen, besser eingesetzt werden können.

Neben der LZS GmbH sind im Projektbegleitenden Ausschuss u.a. Industrievertreter aus den Bereichen Textilmaschinenbau, Faser- und Faserhalbzeugherstellung sowie Recycling von Faserverstärkten Kunstoffen vertreten. Der Industrieausschuss berät und unterstützt die Wissenschaftler vom ITM anwendungsbezogenen mit Know-how aus der jeweiligen Branche. Die Entwicklungen sollen Ende 2021 abgeschlossen sein.

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Beispielhafte Darstellung von leistungsfähigen FKV-Bauteilen aus recycelten Carbonfasern