Den Begriff „Leichtbau“ assoziiert der Nicht-Experte sofort mit Massenreduktion. Dabei ist Leichtbau eine wesentlich vielfältigere Disziplin und keineswegs nur auf das Thema „Abspecken“ zu reduzieren. Am LZS befassen wir uns tagtäglich mit den Eigenschaften verschiedenster Materialien sowie den Möglichkeiten unterschiedlicher Technologien und nutzen dabei die komplette Bandbreite, um die Anforderungen unserer Kunden in der Praxis umzusetzen.

Voraussetzung dafür ist auch die genaue Identifikation und exakte Steuerung von fertigungsbedingten Einflüssen, wie nachfolgendes simples Beispiel zeigt. Die zwei Probekörper wurden mittels additiver Fertigung aus PLA gedruckt und sind identisch in Volumen, Geometrie und somit auch Masse. Der einzige Unterschied besteht in der bevorzugten Druckrichtung, die durch die Pfeile markiert ist. Im Biegeversuch zeigt sich ein erheblicher Unterschied in der Steifigkeit, was beweist, dass ein vermeintlich isotroper Werkstoff es in der Praxis offenbar doch nicht ist.

Am LZS haben wir es uns zur Passion gemacht, mit unserem vertieften Werkstoff- und Technologieverständnis derartige Effekte zum Nutzen unserer Kunden einzusetzen und im Sinne des Projektes frühzeitig auf möglich Fallstricke hinzuweisen.

Einfluss der Druckrichtung auf die Steifigkeit von Probekörpern