Thermoplast-Pultrusion

Während die Pultrusion von Duroplaststrukturen schon lange Stand der Technik ist, bietet die Thermoplast-Pultrusion in Verbindung mit dem Flecht- oder Wickelverfahren völlig neue Anwendungsgebiete. So können z. B. medienbeständige Kunststoffrohre mehrachsig umflochten werden, um so innendruckbelastete Hochleistungsrohrleitungen herzustellen. Dazu kann je nach Anforderungen günstiges GF/PA bis hin zu leistungsfähigem CF/PEEK kontinuierlich und hochautomatisiert verarbeitet werden. Das Verfahren bietet ebenfalls die Möglichkeit zur Einbettung von Axialfaserverstärkungen mit geringer Ondulation, sodass auch biegesteife Profile oder Wellen erzeugt werden können.

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Das Verfahren im Überblick

  • kontinuierliche Fertigung / hohe Automatisierung (≫ 1 m/min)
  • Thermoplastische Matrixsysteme von PA bis PEEK
  • Einbettung von axialen Verstärkungslagen mit geringer Ondulation
  • Integration von mediendichten Linern im Prozess
  • Integration von Zusatzelementen durch anschließenden Umformprozess
  • Höchste mechanische Eigenschaften, geringe Porosität

Thermoplast-pultrudierte Profile

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Die Verwendung von thermoplastischen Kunststoffen in Verbindung mit dem Flechtprozess erweitert die Möglichkeiten der Pultrusion erheblich. So können medienbeständige Innenliner integriert, Profilkonturen nachträglich und abschnittsweise geformt sowie einzelne Segmente einfach verschweißt werden.

Dipl.-Ing. Kai Steinbach

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Dipl.-Ing. Kai Steinbach

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